
Tote Zähne
sicher entfernen
Viele Patientinnen und Patienten stoßen auf den Begriff „toter Zahn“, wenn sie nach Ursachen für anhaltende Beschwerden suchen oder im Rahmen einer ganzheitlichen zahnärztlichen Beratung darauf hingewiesen werden. In der biologischen Zahnmedizin wird dieses Thema differenziert betrachtet, da tote Zähne den Organismus unter bestimmten Umständen dauerhaft belasten können.
In unserer Zahnarztpraxis in Essen wird die Frage nach toten Zähnen immer individuell und verantwortungsvoll beurteilt.

Was sind tote Zähne?
Ein toter Zahn ist ein Zahn, dessen Zahnnerv abgestorben ist. Dies geschieht häufig infolge tiefer Karies, eines Traumas oder nach einer Wurzelbehandlung. Der Zahn bleibt dabei meist im Kiefer erhalten und kann äußerlich unauffällig erscheinen, ist jedoch nicht mehr durchblutet oder nerval versorgt.
Aus klassisch zahnmedizinischer Sicht kann ein toter Zahn funktionell stabil sein. In der biologischen Zahnmedizin wird zusätzlich betrachtet, welche biologischen Prozesse im Inneren des Zahns und im umliegenden Kieferknochen ablaufen.

Warum Sie tote Zähne behandeln sollten
Tote Zähne können im Inneren bakteriell belastet sein, da das körpereigene Immunsystem den Zahn nicht mehr erreicht. Diese Situation kann – abhängig von individueller Konstitution und Belastung – zu chronischen Entzündungsprozessen führen.
In der ganzheitlichen Zahnmedizin wird deshalb geprüft, ob ein toter Zahn möglicherweise als Störfeld wirkt. Das bedeutet nicht, dass jeder tote Zahn automatisch entfernt werden muss. Entscheidend sind unter anderem:
-
klinische und radiologische Befunde
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individuelle Symptome
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allgemeine gesundheitliche Situation
Eine Behandlung oder Entfernung erfolgt immer auf Basis einer sorgfältigen Abwägung.

Auswirkungen toter Zähne auf die Gesundheit
01.
Chronische
Entzündungsbelastung
Ein toter Zahn kann im Inneren bakteriell besiedelt sein. Da keine Durchblutung mehr besteht, erreicht das Immunsystem diesen Bereich nur eingeschränkt. Dadurch können stille Entzündungsprozesse im Kiefer entstehen, die oft keine akuten Schmerzen verursachen, aber dauerhaft bestehen bleiben können.
02.
Belastung
des Immunsystems
Chronische Entzündungsherde – auch wenn sie lokal begrenzt sind – können den Körper kontinuierlich fordern. Manche Patientinnen und Patienten berichten über erhöhte Infektanfälligkeit, Müdigkeit oder verzögerte Regeneration, wobei die Reaktion individuell sehr unterschiedlich ist.
03.
Mögliche Wechselwirkungen mit dem Gesamtorganismus
In der biologischen Zahnmedizin gehen wir davon aus, dass Entzündungsherde im Mundraum unter bestimmten Umständen systemische Auswirkungen haben können. Dazu zählen unspezifische Beschwerden wie allgemeines Unwohlsein oder entzündliche Prozesse an anderer Stelle im Körper.