Sicherheit in der Implantologie

Veröffentlicht am 27. April 2017

Die Zahnimplantolgie wird in Deutschland seit ca. 45 Jahren mit wachsendem Erfolg betrieben.

Die anfänglichen Probleme hinsichtlich des operativen Vorgehens, der Auswahl des Implantattypes, des Implantatmaterials, der Darstellung anatomisch wichtiger Strukturen (Nerven, Kieferhöhle) mit Röntgenbildern sind beseitigt und die Verweildauer der gesetzten Implantate wird immer länger.

Bei kritischer Betrachtung und nach Vorlage neuster wissenschaftlicher Studien müssen wir aber feststellen, dass ca. 15 %  der Bevölkerung eine sogenannte Titanunverträglichkeit haben mit der Folge, dass die Implantate nicht einheilen und verloren gehen. Ein weiteres Problem sind metallische Verunreinigungen (Nickel, Aluminium und Vanadium), die von den Implantat Herstellern nicht angegeben werden müssen, da sie unter 1% liegen. Nickel und Aluminium sind Metalle mit einer hohen allergischen Potenz und bei Patienten, die eine ausgewiesene Nickel und oder Aluminium Allergie haben, zu massiven gesundheitlichen Problemen führen können und deren Ursachen häufig nicht erkannt werden.

 

Chronische Darmerkrankungen, neurologische, muskuläre und Burn-out Erkrankungen stehen sehr häufig im Zusammenhang mit Metallen in der Mundhöhle

Diese wissenschaftlich belegten Fakten bringen erfahrene und mit ihrem Fachgebiet vertraute Implantologen heute zu einer anderen Vorgehensweise bei der Wahl von Implantaten.

Hier ist ein wichtiger Ansatzpunkt zur erweiterten Sicherheit der Implantologischen Versorgung durch die erfahrenen Experten der Umweltzahnmedizin.

Mit einem Titanstimulationstest kann nach Abnahme von Blut in einem speziellen Labor festgestellt werden, ob der Patient eine Entzündungsreaktion auf das Titanimplantat hat ( es ist keine allergische, sondern eine Entzündungsreaktion des körpereigenen Immunsystems) mit der Folge, dass das Implantat verloren geht. Bei einer nachgewiesenen Titanunverträglichkeit  darf kein Titanimplantat verwendet werden, hier kommen dann Zirkon-Implantate zum Einsatz, um die langfristige Verträglichkeit des Implantats mit dem eigenen Körpergewebe sicher zu stellen.

Eine weitere wichtige Untersuchungsmethode, die die erfahrenen zahnärztlichen Experten der Umweltzahnmedizin zum Einsatz bringen, ist der Lymphozytentransformationstest der die drei wichtigen Bereiche der medizinischen Diagnostik umfasst:

  1. Immundefekte: Nachweis von Defekten und Funktionsstörungen des zellulären Immunstem
  2. Erreger: Nachweis der Aktivität chronisch persistierender Infektionen (Borrelien, Chlamydien, Yersinien,  Lamblien, Herpesviren)
  3. Allergie Typ 4: Nachweis von allergischen Sensibilisierungen auf Medikamente, Metalle, Acrylate (Kunststoffe) Umweltschadstoffe, Schimmelpilze oder Nahrungsmittelallergie.

Auch hierbei wird nach Blutabnahme das geplante Implantat im Labor hinsichtlich einer Typ 4

Allergie getestet. Diese erweiterte Diagnostik hat das Ziel, auszuschließen, dass es zu Unverträglichkeiten oder Abwehrreaktionen vor der Einbringung von Implantaten kommen könnte.

 

Die Anzahl der Allergiker hat sich in Deutschland in den letzten 20 Jahren verdoppelt

Ebenso wie Morbus Chron und Multiple Sklerose. Der autoimmune Diabetes mellitus hat in den letzten 12 Jahren um 72 Prozent zugenommen, parodontale Erkrankungen nahmen ebenfalls um ca. 25 Prozent zu.

Die chronische Entzündung, d.h. die Aktivierung unseres Immunsystems  stellt den Schlüssel nahezu aller systemischen Erkrankungen dar. Keine Berufsgruppe baut mehr Fremdmaterialien in den Körper eines Patienten ein als der Zahnarzt. Diese Fremdmaterialien können bei Vorliegen einer Allergie als Entzündungsauslöser zu chronischen Erkrankungen führen.

Da wir heute in der Lage sind, alle Materialien die bei dem jeweiligen Patienten zum Einsatz kommen sollen im Vorfeld auf eine Sensibilisierung (Allergie Typ 4) zu testen macht die Klinik im RÜ-Karree nicht nur jede prothetische Arbeit, sondern vor allem auch jede implantologische Arbeit sicherer.

 

Dafür sind die Zahnärzte und Ärzte der Klinik im RÜ-Karree ausgebildet, qualifiziert und zertifiziert

Das Wissen um die Gesamtzusammenhänge zwischen eingebrachten Materialien in der Mundhöhle, der hohe Erfahrungsschatz, der im Bereich der Umweltzahnmedizin erworben wurde, der intensive interkollegiale Austausch der Experten untereinander und vor allem auch die offene, transparente Integration der Zahntechnik bei der Planung und vor allem Auswahl der Materialien schafft ein sehr solides Fundament für hohe Sicherheit bei der Einbringung von Implantaten und der daran anschließenden prothetischen Versorgung.

 

Die Klinik im RÜ-Karree ist mit dieser Expertise zur bevorzugten Anlaufstelle für solche Patienten geworden, denen die wissenschaftliche Absicherung bei Implantat-Arbeiten wichtig ist.

Klinik im RÜ-Karree – Dorotheenstr. 1 – 45130 Essen

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